lichtjahr8
lichtjahr8

Fehlersuche · Daten & Export

Aufnahmen lassen sichnicht exportieren

Die Aufnahme ist gelungen, lässt sich aber nicht zuverlässig vom Teleskop holen. Kläre zuerst, ob du das fertige Bild oder die deutlich größeren RAW-/FITS-Dateien suchst – davon hängt der richtige Exportweg ab.

Du musst nicht sofort alles zurücksetzen. Beginne mit dem ersten Check und ändere immer nur eine Sache.

Prüffolge

  1. Schritt 1 von 6

    Gesuchte Datei festlegen

    Zuerst klären, ob das fertige Stackbild, eine Vorschau oder die RAW-/FITS-Einzelbilder gebraucht werden – der Exportweg unterscheidet sich je nachdem.

  2. Schritt 2 von 6

    Dokumentierten Exportweg nutzen

    Ausschließlich den vom Hersteller für das eigene Modell beschriebenen Weg verwenden: App-Freigabe, WLAN-Download oder USB-Datenkabel.

  3. Schritt 3 von 6

    Datenkabel statt Ladekabel

    Bei der USB-Übertragung ein Kabel mit Datenleitungen verwenden und einen anderen USB-Anschluss des Computers testen.

  4. Schritt 4 von 6

    Zielspeicher und Berechtigungen prüfen

    Freien Speicherplatz auf Smartphone oder Computer kontrollieren und der Hersteller-App den Datei- beziehungsweise Fotos-Zugriff erlauben.

  5. Schritt 5 von 6

    Kopie vor Ort prüfen

    Die übertragene Datei am Zielgerät öffnen und auf Vollständigkeit kontrollieren. Erst danach Originale auf dem Teleskop löschen.

  6. Schritt 6 von 6

    Bei wiederholtem Fehlschlag

    Die Supportanleitung des Herstellers für das konkrete Modell nutzen. Keine ungesicherten Aufnahmen löschen und keinen Geräte-Reset als Exportbehelf durchführen.

Ursachen

Warum das passieren kann

  1. Ursache

    Falscher Ablageort gesucht

    Vorschaubild, gestapeltes Ergebnis und Rohdaten liegen bei den meisten Geräten in getrennten Ordnern oder Ansichten.

    Du erkennst es daranDie Aufnahme ist in der App sichtbar, im Dateimanager am Computer aber nicht auffindbar.

  2. Ursache

    Reines Ladekabel verwendet

    Viele mitgelieferte oder vorhandene USB-Kabel besitzen keine Datenleitungen und laden nur.

    Du erkennst es daranDer Computer erkennt das Teleskop überhaupt nicht als Gerät oder Laufwerk.

  3. Ursache

    Übertragung bricht ab

    Große Rohdatenmengen über das Geräte-WLAN sind anfällig für Entfernung, Störungen und Display-Sperre des Telefons.

    Du erkennst es daranDer Download bleibt stehen, bricht bei einem bestimmten Prozentsatz ab oder erzeugt unvollständige Dateien.

  4. Ursache

    Zielspeicher voll oder Berechtigung fehlt

    Ist der Speicher des Zielgeräts belegt oder fehlt der App die Dateizugriffsberechtigung, kann der Export ohne klare Fehlermeldung scheitern.

    Du erkennst es daranDer Export endet ohne Ergebnisdatei oder die Aufnahme erscheint nicht in der Fotogalerie des Smartphones.

Je Modell · Hinweise je Gerätefamilie

Nicht übertragbar: Abläufe, Anschlüsse und Werte gelten nur für die genannte Familie.

Das gilt für Seestar

Seestar S30Seestar S30 ProSeestar S50Seestar S50 Pro

Fotos, Videos und Rohdaten liegen im internen Speicher und erscheinen in der App unter My Album. Der Hersteller beschreibt den Download aufs Mobilgerät über das Geräte-WLAN und die Übertragung auf den Computer per USB-Datenkabel.

  • In der Seestar-App My Album öffnen und prüfen, ob die Datei dort überhaupt als gespeichert geführt wird.
  • Für den Computer ausdrücklich ein USB-Datenkabel verwenden; das mitgelieferte Kabel kann je nach Packung ein reines Ladekabel sein.
  • Große FITS-Serien nicht über instabiles Geräte-WLAN in einem Stück laden; Dateien einzeln übertragen oder den Kabelweg wählen.
  • Übertragene Dateien am Ziel öffnen, bevor der interne Seestar-Speicher aufgeräumt wird.

Hersteller-Quellen

Das gilt für DWARFLAB

DWARF IIDWARF 3DWARF miniDWARFLAB Draco

DWARF 3 legt Vorschaubilder, Stackergebnisse und Einzelbilder in unterschiedlichen Bereichen ab; der Hersteller beschreibt den Zugriff über App und Computer. Beim älteren DWARF II liegt der Speicher auf einer microSD-Karte. Für DWARF Mini und Draco ist der Exportweg im Auslieferungszustand noch nicht in offizieller Dokumentation belegt.

  • Im dokumentierten Bereich suchen: Stackergebnis und Einzelbilder stehen nicht im selben Ordner.
  • DWARF 3 über die App oder per USB an den Computer übertragen; größere Serien per Kabel statt über das Geräte-WLAN laden.
  • Beim DWARF II die microSD-Karte direkt am Computer lesen, wenn der App-Export nicht funktioniert.
  • Für DWARF Mini und Draco nur die vom Hersteller dokumentierten Zugriffswege verwenden, keine Annahmen vom DWARF 3 übertragen.

Hersteller-Quellen

Das gilt für Vaonis Vespera

Vaonis Vespera IIVaonis Vespera 3Vaonis Vespera ProVaonis Vespera Pro 2

Singularity speichert Aufnahmen auf dem internen Speicher des Instruments. JPEG- und Full-Res-Bilder lassen sich aus der App teilen; RAW-/FITS-Daten werden über den dokumentierten USB-Weg am Computer abgerufen.

  • Zuerst in Singularity prüfen, welche Exportformate die App für die Aufnahme anbietet – Teilen und Rohdatenabruf sind zwei verschiedene Wege.
  • Für FITS-Dateien den vom Hersteller beschriebenen USB-Abruf mit einem Datenkabel verwenden.
  • Freien Speicher auf dem Zielgerät prüfen; RAW-Serien aus mehreren Nächten können groß werden.
  • Die abgerufene FITS-Datei am Computer öffnen, bevor die Session auf dem Instrument gelöscht wird.

Das gilt für Unistellar

Unistellar Equinox 2Unistellar Odyssey Pro

Unistellar dokumentiert den Direct Data Download: Rohdaten werden direkt vom Teleskop auf den Computer übertragen, ohne den Umweg über die App-Galerie.

  • Die Herstelleranleitung für den Direct Data Download Schritt für Schritt befolgen, inklusive der dort genannten Verbindungsart.
  • Prüfen, ob die gesuchte Datei ein Rohdatensatz oder ein bereits geteiltes Bild aus der App ist – beide liegen an unterschiedlichen Orten.
  • Bei Abbruch die Übertragung in kleineren Einheiten wiederholen statt die gesamte Session auf einmal zu kopieren.
  • Erst nach kontrolliertem Öffnen der Kopie auf dem Teleskop aufräumen.

Das gilt für Celestron Origin

Celestron OriginCelestron Origin Mark II

Origin speichert Aufnahmen intern; das Handbuch beschreibt die Übertragung auf ein USB-Laufwerk beziehungsweise den Computer. Beim Mark II dokumentiert das Handbuch mehr als 50 GB internen Bildspeicher.

  • Den im Handbuch beschriebenen Exportweg verwenden und ein geeignetes USB-Medium beziehungsweise USB-Datenkabel anschließen.
  • Prüfen, ob die gesuchte Datei ein fertiges Bild oder der Rohdatenordner der Session ist.
  • Bei großen Sessions die Übertragung nicht während einer laufenden Aufnahme starten.
  • Die exportierten Dateien am Zielmedium öffnen, bevor der interne Speicher bereinigt wird.

Das gilt für Vaonis Hestia

Vaonis Hestia

Hestia besitzt keinen internen Speicher und keine Datenverbindung zum Computer: Gravity legt die Aufnahmen direkt in der Fotogalerie des Smartphones ab. Ein Exportproblem ist hier meist ein Smartphone-Problem.

  • Nicht nach einem Hestia-Laufwerk oder Geräte-WLAN suchen; die Aufnahmen liegen ausschließlich auf dem Smartphone.
  • Prüfen, ob Gravity die Fotos-Berechtigung besitzt und ob die Aufnahmen in der Galerie beziehungsweise im Alben-Ordner der App liegen.
  • Freien Speicherplatz des Smartphones kontrollieren, wenn Aufnahmen nicht erscheinen.
  • Für die Weitergabe die Teilen- beziehungsweise Sicherungsfunktion des Smartphones nutzen.

Hersteller-Quellen

Vorbeugen

Damit es nicht wieder passiert

Vor der Session
Speicher auf beiden Seiten prüfen
Freie Kapazität im Teleskop und auf dem Zielgerät kontrollieren, bevor eine lange Serie beginnt.
Ausrüstung
Datenkabel mitführen
Ein als Datenkabel gekennzeichnetes USB-Kabel einpacken, statt auf das erstbeste Ladekabel zu vertrauen.
Nach der Session
Stichprobe öffnen
Mindestens eine exportierte Datei direkt am Zielgerät öffnen, bevor der interne Speicher aufgeräumt wird.
Archivierung
Rohdaten getrennt sichern
RAW-/FITS-Einzelbilder und das gestapelte Ergebnis getrennt voneinander archivieren, nicht nur das Vorschaubild.

Verwandte Störungen

Alle 22 Symptome

Grundlage

Verlinkte Handbücher und Support-Dokumentation der Hersteller.