lichtjahr8
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Optik

Bildfeld

Der Himmelsausschnitt, den ein Gerät abbildet – in Grad, aus Sensorgröße und Brennweite gerechnet.

Auch bekannt als: Field of View, FoVEinheit: °

Was es ist

Das Bildfeld ergibt sich aus zwei Angaben des Datenblatts: der Kantenlänge des Sensors und der Brennweite. Die Formel lautet 2 · arctan(Sensorbreite / (2 · Brennweite)). Lange Brennweite heißt kleines Feld und großer Abbildungsmaßstab, kurze Brennweite das Gegenteil. Der nützlichste Maßstab dafür ist der Vollmond mit rund einem halben Grad.

Ein Gerät mit 1,3° Bildfeld zeigt also gut zweieinhalb Monddurchmesser nebeneinander. Damit lässt sich jedes Ziel einordnen: Der Orionnebel misst 1,4° und passt damit knapp nicht mehr hinein, der Ringnebel misst 0,02° und verschwindet fast. Was nicht in eine Aufnahme passt, braucht ein Mosaik – oder ein Gerät mit weiterem Feld.

In der Praxis

Was bedeutet Bildfeld praktisch?

Weites Feld

  • Große Nebel und Sternhaufen in einer Aufnahme
  • Ausrichten fällt leichter
  • Kleine Ziele bleiben winzig
  • Weniger Detail je Objekt

Enges Feld

  • Mehr Detail bei kleinen Galaxien und Planetarischen Nebeln
  • Größerer Abbildungsmaßstab
  • Große Ziele passen nicht mehr hinein
  • Nachführung muss genauer arbeiten

Häufige Fragen

Fragen zu Bildfeld

Wie groß ist der Vollmond am Himmel?

Etwa ein halbes Grad. Das ist der nützlichste Maßstab, um Bildfeldangaben einzuordnen.

Warum weicht das berechnete Bildfeld von der Herstellerangabe ab?

Meist, weil die Angabe ein gecropptes Ausgabeformat oder die Diagonale meint. Die Rechnung gilt für den vollen Sensor in voller Auflösung.

Wie vergleiche ich zwei Geräte mit unterschiedlichen Angaben?

Nur über dieselbe Achse. Eine Diagonalangabe und eine Kantenangabe sind ohne Umrechnung nicht vergleichbar.

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Quellen & Grundlage

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