Bildfeld
Der Himmelsausschnitt, den ein Gerät abbildet – in Grad, aus Sensorgröße und Brennweite gerechnet.
Was es ist
Das Bildfeld ergibt sich aus zwei Angaben des Datenblatts: der Kantenlänge des Sensors und der Brennweite. Die Formel lautet 2 · arctan(Sensorbreite / (2 · Brennweite)). Lange Brennweite heißt kleines Feld und großer Abbildungsmaßstab, kurze Brennweite das Gegenteil. Der nützlichste Maßstab dafür ist der Vollmond mit rund einem halben Grad.
Ein Gerät mit 1,3° Bildfeld zeigt also gut zweieinhalb Monddurchmesser nebeneinander. Damit lässt sich jedes Ziel einordnen: Der Orionnebel misst 1,4° und passt damit knapp nicht mehr hinein, der Ringnebel misst 0,02° und verschwindet fast. Was nicht in eine Aufnahme passt, braucht ein Mosaik – oder ein Gerät mit weiterem Feld.
In der Praxis
Was bedeutet Bildfeld praktisch?
Weites Feld
- Große Nebel und Sternhaufen in einer Aufnahme
- Ausrichten fällt leichter
- Kleine Ziele bleiben winzig
- Weniger Detail je Objekt
Enges Feld
- Mehr Detail bei kleinen Galaxien und Planetarischen Nebeln
- Größerer Abbildungsmaßstab
- Große Ziele passen nicht mehr hinein
- Nachführung muss genauer arbeiten
Häufige Fragen
Fragen zu Bildfeld
Wie groß ist der Vollmond am Himmel?
Etwa ein halbes Grad. Das ist der nützlichste Maßstab, um Bildfeldangaben einzuordnen.
Warum weicht das berechnete Bildfeld von der Herstellerangabe ab?
Meist, weil die Angabe ein gecropptes Ausgabeformat oder die Diagonale meint. Die Rechnung gilt für den vollen Sensor in voller Auflösung.
Wie vergleiche ich zwei Geräte mit unterschiedlichen Angaben?
Nur über dieselbe Achse. Eine Diagonalangabe und eine Kantenangabe sind ohne Umrechnung nicht vergleichbar.
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Quellen & Grundlage
- Edmund Optics – Focal Length and Field of ViewBildfeldformel und Zusammenhang mit Sensorgröße und Brennweite.