lichtjahr8
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Sensor & Kamera

Auflösung

Die Zahl der Bildpunkte, die der Sensor liefert – als zwei Kantenlängen, nicht als Megapixel.

Auch bekannt als: Resolution

Was es ist

Die Auflösung steht im Datenblatt als zwei Kantenlängen, etwa 1080 × 1920. Zusammen mit der Pixelgröße ergibt sie die Sensorfläche in Millimetern, und aus der folgt mit der Brennweite das Bildfeld. Deshalb ist die Auflösung mehr als eine Zahl für den Prospekt: Ohne sie lässt sich nicht rechnen, wie viel Himmel auf ein Bild passt.

Megapixel allein sagen dabei wenig. Zwei Sensoren mit derselben Megapixelzahl können unterschiedliche Kantenverhältnisse und Pixelgrößen haben und damit verschiedene Bildfelder ergeben. Und eine Angabe wie „12 MP Ausgabe mit 2×2-Binning“ beschreibt das fertige Bild, nicht den Sensor – als Grundlage einer Bildfeldrechnung taugt sie nicht.

In der Praxis

Was bedeutet Auflösung praktisch?

Was die Pixelzahl verrät

  • Wie viele Bildpunkte ausgegeben werden
  • Welches Seitenverhältnis das Raster hat
  • Wie weit sich ein Bild technisch beschneiden lässt
  • Wie groß Dateien ungefähr werden können

Was sie offenlässt

  • Wie groß der Sensor physisch ist
  • Wie viel Himmel ins Bild passt
  • Wie viele echte Details die Optik liefert
  • Ob die Ausgabe skaliert oder gebinnt wurde

Warum es zählt

Warum ist Auflösung bei Smart-Teleskopen wichtig?

Auflösung klingt nach Bildqualität, beschreibt zunächst aber nur ein Raster. Erst Pixelgröße, Brennweite, Optik, Nachführung und Seeing zeigen, wie viel astronomische Information darin steckt.

  • Mehr Ausgabepixel können auch durch Skalierung entstehen
  • Gleiche Megapixelzahl kann verschiedene Sensorformen bedeuten
  • Für das Bildfeld werden beide Kantenlängen und das Pixelmaß benötigt

Häufige Missverständnisse

Stimmt das?

  • Irrtum

    Mehr Megapixel heißt mehr Detail.

    Richtig

    Nur bei gleicher Sensorfläche. Mehr Pixel auf derselben Fläche heißt kleinere Pixel – feinere Auflösung, aber mehr Rauschen je Bildpunkt, und das Seeing setzt ohnehin eine Grenze.

  • Irrtum

    Eine Megapixelangabe genügt, um das Bildfeld zu rechnen.

    Richtig

    Nein. Dafür braucht es beide Kantenlängen und die Pixelgröße. Aus „8,3 MP“ folgt kein Bildfeld.

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Quellen & Grundlage

Im Glossar seit 2024